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Ahnen-Galerie

Sachs Pony 503 GT

Sachs Pony 503 GT

Sachs Pony 503 GT
Im Alter von 14 Jahren ging es los, wenn auch nur mit dem Mofa meines Bruders. Ein Sachs Pony in scheusslich-gelb.
Das Ding war sehr zuverlässig lief aber troz allerlei Massnahmen nie schelller als 40 km/h.

Geliebt habe ich das Mofa trotzdem - sogar die Schriftzüge auf den Reifen habe ich weiss ausgemalt.

Yamaha RD 125 DT

Als ich gut 16 Jahre alt war, konnte ich meinen Bruder zum Kauf meines Traum-Töffs überreden. Dies geschah nicht ohne Hintergedanken, denn nach ersten Fahrversuchen hat er mir dann die Maschine günstig abgegeben. Was mein Bruder wohl bis heute nicht weiss: ich bin schon damit gefahren, als ich es noch gar nicht durfte :-)

Damals glaubte ich noch daran, dass die Anzahl Zylinder einen direkten Rückschluss auf die Geschwindigkeit ermöglichen würde. Davon hatte die RD nämlich zwei - im Gegensatz zur Konkurrenz.
Trotzdem wurde ich dauernd bös versägt und hatte keine Chance mit dem Verkehr mitzuhalten. Wirklich - ich fand ihn schön meinen ersten Töff.

Aufgrund akuter Geldnot habe ich die Yamaha dann gegen mein erstes Auto eingetauscht.

Wartburg Deluxe

Nach der bestandenen Motorrad-Prüfung musste ein eigenes Auto her. Eigentlich möchte ich immer etwas Besonderes haben, deshalb habe ich meinen heissgeliebten Töff kurzerhand gegen einen Flüchtlingswagen aus der Tschechoslowakei eingetauscht. Der Kofferraum war randvoll gefüllt mit diversen Ersatzteilen.

Von der Motorisierung her musste ich mich kaum umgewöhnen. Wie die Yamaha war auch der Wartburg ein Zweitakter, allerdings mit drei Zylindern und satten 1000 ccm!

"Räääänggg-dääääng-daäääng" hört sich zwar nicht so gut an wie das Blubbern eines Big-Blocks aus den USA. Aber der Sprit-Verbrauch war durchaus vergleichbar... Im nachträglich eingebauten Kassetten-Gerät lief ohne Unterbruch der Soundtrack aus dem Film "Blues Brothers". Lustig war es jeweils an der Tankstelle, wenn ich auf 25 Liter Benzin gleich auch noch einen Liter Oel in den Tank kippen musste. Mehr als ein Tankwart (das gab es damals noch) versuchte mich davon abzuhalten.

Nach einem 360-Grad-Dreher auf der Autobahn mit entsprechender Wirkung auf die schmucke Karrosserie habe ich die Freude an diesem kuriosen Auto wieder verloren. Weil auch alle Ersatzteile aufgebraucht waren habe ich die kümmerlichen Reste des "DDR-Cadillacs" an einen DKW Sammler abgegeben.

Kawasaki AR 125

Kawasaki AR 125

1984 durfte ich mich mit meinen 19 Jahren noch nicht mit richtigen Motorrädern beschäftigen. Nach meiner Auto-Eskapade musste ich mich also wieder mit 125ern abgeben.
Eigentlich wollte ich es ja mit den schnellen Yamaha RD 125 LC aufnehmen können und brauchte deshalb etwas Schnelleres.

Ich habe mir deshalb eine gebrauchte Kawasaki AR 125 angelacht. Auf der Probefahrt ging die teuflisch gut, hatte aber ziemlich intensiv vibriert. Weil der Händler aber nichts finden konnte, war die Kawa dann schnell die Meine.

Ein genaueres Hinsehen hätte mir aber Diskussionen ersparen können. Denn der gebrochene Rahmen war ja doch recht auffällig. So etwas konnte ich nicht dulden und habe deshalb diesen Töff umgehend wieder zurück gegeben.
Um solche kapitalen Schäden auschliessen zu können, habe ich mir deshalb sofort mein erstes nigelnagel-neues Motorrad zugelegt.

Honda MBX 125 F

Honda MBX 125 F

Die MBX hatte mir immer schon extrem gut gefallen. Mit zusammengekniffenen Augen konnte ich sogar Ähnlichkeiten mit der Werksmaschine von Freddie Spencer erkennen.
Im Prospekt war die Honda zwar ein bisschen schneller als in der Realität.

Diese erste Honda habe ich gehätschelt und gepflegt - sie hat es mit grosser Zuverlässigkeit verdankt. Ausserdem hat mich die MBX auf den ersten grösseren Touren begleitet. Unter anderem bin ich mit der MBX und Campingausrüstung bis in die französichen Seealpen gekommen.

Trotzdem war die schöne Zeit mit der kleinen Honda recht kurz, denn nach dem 20. Geburtstag durfte ich auf die richtig schweren Maschinen wechseln.

Honda CBX 550 FII

Honda CBX 550 FII

Nach zwei Jahren mit 125ern durfte ich endlich in die höheren Sphären des Töff-Fahrens aufsteigen. Damals gab es relativ frisch von Honda ein absolutes High-Tech-Bike: die CBX 550 FII.

Mit vier Ventilen pro Zylinder, einer atemberaubenden Auspuff-Führung, innenbelüfteten Scheibenbremsen, Comstar-Rädern undundund. Das ganze Paket handlich, alltags- und tourentauglich. Und ausserdem hat die Honda damals so manchen Vergleichstest gewonnen.

Zu der ausgemusterten Fahrschul-Maschine brauchte ich natürlich die passende Ausrüstung. Eine rot-graue Harro "Silverstone" mit roten Daytona-Stiefeln hatte ich mir zugelegt.
Zum Glück gibt es aus dieser Zeit kaum noch Fotos...

Auch mit der CBX bin ich lange und oft unterwegs gewesen. Nach der Begegnung mit einem Ölfleck konnte ich die Sturzschäden zwar einigermassen wieder herrichten.
Aber irgendwie habe ich damals die Freude am Töff generell verloren - vielleicht auch weil meine Freundin damals nur ungern aufgestiegen ist.

Damit hat ein schlimmes Kapitel in meinem bisherigen Leben begonnen - die motorradlose Zeit!

Vespa Cosa

Vespa Cosa

Weil meine Freundin keine richtigen Motorrad-Touren machen wollte habe ich nach einer Möglichkeit gesucht um im Urlaub trotzdem ein Zweirad zu bewegen - was mich zu einem Roller-Fahrer mutieren liess...

Auslöser für dieses Kapitel war eigentlich ein Kurz-Urlaub in der Pfalz auf der Südlichen Weinstrasse. Nach dem Motto "Roll over SÜW" bin ich zusammen mit der Freundin - beide mit einem Vespa-Roller und einem Picknick-Korb - durch Rebberge und über kleine Strässchen geknattert.

Das war recht lustig und ich wollte das zuhause unbedingt wiederholen. Darum habe ich die Honda CBX gegen eine Vespa Cosa eingetauscht. Es hiess damals, dass die Cosa die erste Vespa mit richtigen Bremsen sei und dazu noch recht umweltfreundlich dank Getrennt-Schmierung....

Unterwegs auf einer Tour zum Wägitaler-See habe ich deshalb wiederholt meine Freunde (auf einer stinkenden Vespa PX) auf den geringen Oelverbrauch meiner Cosa hingewiesen.
Allerdings nur bis zum Kolben-Klemmer. Denn aufgrund der revolutionären Schmier-Methode musste der Kolben tatsächlich vom Zylinder getrennt werden.

Seither versuche ich Prospekt-Aussagen richtig zu deuten und hinterfrage technische Neuerungen etwas intensiver.
Irgendwann habe ich dann die Vespa meinem Bruder verkauft. Der hat sie aber auch nur kurz besessen und wegen ihrem lahmen Charakter schnell weiter verkauft.

Harley Davidson XLH 883

Harley Davidson Sportster XLH 883

Nach der Episode mit der Vespa wurde mir vollends klar, dass ich für ein wirklich glückliches Leben ein richtiges Motorrad benötige.
Auf der Suche nach dem passenden Untersatz habe mich auch bei Harley Davidson umgesehen. Vor den richtig grossen Modellen mit dem 1340er-Motor hatte ich damals noch zu viel Respekt - ausserdem waren die finanziell ausser Reichweite. Darum habe ich halt eine Probefahrt mit der kleinen "Mädchen"-Harley gemacht.

Dieser Töff hat sich völlig von allem unterschieden was ich bisher kennenlernen durfte. Ich habe mich kurzerhand in Motorcharakteristik, Optik und Sound verliebt.
Meine Kollegen in der Töff-Clicque waren mehr als skeptisch und wollten mich eigentlich gar nicht mehr mitnehmen auf die gemeinsamen Touren.
Aber nach ein paar optischen Retuschen und leistungswirksamen Eingriffen durfte ich dann doch der Gruppe voraus blubbern.

Unter anderem erinnern wir uns immer wieder gerne an die Tschechien-Tour, wo unsere Maschinen in Cesky Krumlov auf dem mittelalterlichen Dorfplatz von einer ganzen Menschentraube belagert wurden. Die Dorfpolizisten haben sich aber nur auf eine Maschine gesetzt und dabei gegenseitig fotografiert...

Trotz aller Begeisterung für diese Maschine bekam ich recht schnell Lust auf einen etwas rassigeren Zweizylinder und habe mich deshalb nach einem zweiten edlen Ross umgesehen.


Ducati 900 SS

Ducati 900 SS

Pünktlich zum 30. Geburtstag habe ich mir dann etwas ganz Feines geleistet. Ein feuerrotes Spielmobil - die Ducati 900 SS - Inbegriff von Leidenschaft, Charakter und Sportlichkeit.
Die Affäre mit der Italienerin pflegte ich hauptsächlich ganz früh am Sonntagmorgen auf meiner Hausstrecke. Der Spass beginnt auf diesem Bike ab 80 km/h - leider aber auch das Riskio geblitzt zu werden.

Für den grossen Urlaub oder die Tour mit Kollegen auf verwinkelten Strässchen hat sich die Ducati aber als untauglich erwiesen.
Dafür war sie mir nicht wendig und komfortabel genug. Ausserdem musste ich mich beim Gepäck auf das Volumen des Tankrucksacks beschränken.
Und zudem bin ich mir im quietschig-bunten Rennkombi doch etwas albern vorgekommen.

Irgendwann bin ich dann dem Irrglauben erlegen, dass zwei Töffs des Guten zuviel sein müssen. Eigentlich ging mir nur das ewige Putzen und Polieren auf den Keks.
Deshalb habe ich mich nach einer kernigen Maschine umgesehen für richtige Männer, mit der man gut reisen kann, notfalls bis ans Ende der Welt.

Wohl deshalb bin ich einer ziemlich verlogenen Werbekampagne auf dem Leim gekrochen und habe die Ducati gegen ein Motorrad getauscht, welches schon im Prospekt richtig dreckig war.
Und weil ich meinen Fuhrpark reduzieren wollte, habe ich gleichzeitig auch noch die Harley verkauft.

KTM LC4 Adventure

KTM LC4 620 Adventure

Irgendwann hatte ich die Idee mit einem Töff mal über die Schweiz hinaus zu kommen - sehr weit. Und weil KTM gerade das ultimative Teil für Globetrotter und Expeditions-Teilnehmer heraus gebracht hatte, war die Wahl recht schnell getroffen.

Da der Händler die Harley nicht haben wollte, habe ich die Ducati gegen eine KTM LC4 Adventure eingetauscht.

Nach einem ersten Enduro-Training in Hechlingen sollte es dann auf die grosse Tour gehen. Geplant war die Teilnahme an der Transdanubia-Rallye.
(Nicht als Rallye-Fahrer, sondern mit der Vorhut zum Abstecken der Strecke - aber auch das wäre wohl nicht gut gegangen.) Vermutlich glücklicherweise hat der Trip mangels Teilnehmern nicht stattgefunden.
Ausserdem konnte KTM die angekündigten Zubehör-Koffer und den Roadbook-Halter einfacht nicht liefern. Immerhin: so bin ich zumindest mit Touratech in Kontakt bekommen.

Die KTM LC4 war etwa so genial wie ein Ohrenstäbchen - exakt auf einen Einsatzzweck hin konstruiert (welchen weiss ich nicht) - aber leider nur einmal zu gebrauchen.
Die voll ausgerüstetete KTM ist mir auf einer der ersten Touren nach Südfrankreich buchstäblich auseinander gefallen. Der Auspuff ist gerissen, der Seitenständer abgebrochen und aus dem Zylinder hat es an verschiedenen Stellen Öl gedrückt. Die Sitzbank hat auch gedrückt - aber mein Hintern hat glücklicherweise keinen bleibenden Schaden erlitten.

So ohne Seitenständer und dazu mit Pack-Rolle auf dem Sozius-Sitz konnte ich weder auf- noch absteigen. In ganz Frankreich hat sich niemand gefunden, der die KTM hätte raparieren oder schweissen können.
Ich bin deshalb mit fehlendem Auspuff, aber trotzdem mit Vollgas zurück in die Schweiz gedüst - direkt zum Händler. Dieser meinte, die KTM sei halt nicht für weite Strecken gebaut.

Für die Dauer der Reparatur wurde mir ein Ersatz-Töff zur Verfügung gestellt .... von BMW.
Und damit hat eine ganz andere Ära in meinem Motorradleben begonnen.

BMW R 1100 GS

BMW R 1100 GS

Schon auf der ersten Fahrt hat es geknistert zwischen der R 1100 GS und mir. Komfort, Charakter und Agilität in sündigem Tief-Schwarz.

Ich habe die Maschine kurzerhand gegen die kaputte KTM getauscht und ihr den Namen Berta gegeben. Auch diese Maschine habe ich mit Alukoffern und allerlei Krimskrams von Touratech aufgehübscht.
Dazu noch ein Navi GPSmap 276C von Garmin - welches immer noch in Betrieb ist und wohl auch bleibt.

Mit diesem Töff bin ich an Weihnachten 1998 nach Korsika gefahren und habe damit wohl Gila beeindruckt. Jedenfalls sind wir 1999 immer wieder gemeinsam unterwegs gewesen zwischen Genf und Frankfurt - und in den Jahren danach noch sehr viel mehr.

2005 war ich zusammen mit den beiden deutschen Mädels auf dem Don Quixote-Experiment. Während vier Wochen wollten wir die Iberische Halbinsel umrunden.
Fast hätten wir es geschafft. Doch leider hat ein Spanier an einer Ampel nicht nur mich, sondern auch Berta umgefahren.

Sie ist dann zwar mit der Motorrad-Ambulanz wieder in die Schweiz gekommen - aber nur für kurze Zeit. Wirklich schweren Herzens habe ich die verletzte Berta verkauft. Ihre vermutlich letzte grosse Fahrt sollte eine Expedition werden in den Iran.

Wie es Berta heute wohl ergehen mag in diesem Land? Ich hoffe sie muss keine Burka tragen.

Suzuki DRZ 400 S

Suzuki DRZ 400 S

Inzwischen waren Gila und ich vollends überzeugt davon, dass man mit Enduros riesigen Spass haben kann.
Und es hiess, dass man im Gelände sogar noch mehr Spass hat, wenn wenn der Töff nicht gerade soviel wiegt wie eine BMW GS.

Für die Teilnahme an den sagen-umwobenen Motorradweihnachten im Maison Las Clauzes haben sich Gila und ich je eine Suzuki DRZ 400 S zugelegt. Mit dem Hänger ging es dann zum ersten Mal nach Moux - womit die Geschichte wieder eine andere Richtung einschlägt.

Wir haben am Nordrand der Pyrenäen nicht nur das Töff-Paradies gefunden, sondern auch die Fähigkeiten der DRZ ausloten können.

Für den Besuch der Dakar-Sonderprüfung in Chateau Las Tours
- haben wir unsere Bikes mit Aufklebern geschmückt
- sind deswegen für Teilnehmer gehalten worden
- und durften deshalb während dem Training auf der Strecke herumdüsen

Die Fahrt durch den Spalier nach dem Rennen haben wir extrem genossen. Zum Glück verstehen wir nicht so gut Französisch unter dem Helm. Sonst hätten wir mitbekommen, dass die Zuschauer Wheelies von uns einforderten...

Die DRZ-en sind oft mit uns in Moux gewesen, auf holperigen Strassen, grobem Schotter, aber auch in riesigen Lehmpfützen und Wasserdurchfahrten. Zuhause im Zürcher Weinland wird das leider nicht so gern gesehen. Und für das Kurven-Räubern auf hiesigen Strassen hätte ich gerne 10 PS mehr gehabt.

Ich habe meine DRZ dann eingetauscht gegen einen Ladenhüter beim BMW-Händler: die BMW G 650 XChallenge...

BMW G 650 XChallenge

BMW G650 XChallenge

Nach dem Unfall mit Berta in Spanien hatten sich die Ambitionen für Gelände-Auftritte wieder etwas normalisiert.
Trotzdem wollten wir wieder Maschinen, die man im VW Bus nach Südfrankreich transportieren dort die kleinen Strässchen unsicher machen konnte.

Für den Einsatz in der Schweiz haben uns die legalen 50 PS der BMW G 650 gelockt. Diese Maschinen waren Ladenhüter und deshalb günstig zu haben. Ich habe mir deshalb eine XChallenge gekauft und Gila eine XMoto.

Ein dummer Sturz beim Driften am Strand von Narbonne hat mich aber auf den Boden der Realität zurück geworfen. Für die Fahrt zur Arbeit ist die XChallenge auch immer eine Spur zu dreckig gewesen.

Ausserdem hatte ich Lust auf etwas wesentlich Cooleres - für Männer halt. Der neue Traum-Töff sollte sowohl im Gelände wie auch auf der Strasse so knackig wie möglich sein. Heute ist die XChallenge ein gesuchtes Modell und ich hätte auch diesen Töff wohl besser behalten.

KTM 450 EXC Factory Replica

KTM EXC 450 Factory Replica

So etwas Blödes hätte mir eigentlich nicht passiern dürfen. Vermutlich war das während meiner Midlife-Crisis...

Der KTM 450 EXC eilt der Ruf voraus, im Gelände mit ihrem brillanten Fahrverhalten zu überzeugen.
Die Maschine ist richtig "Hardcore" und verbiegt sich auch bei einem Sturz nicht allzu sehr.

Die schon angekratzten Plastik-Teile habe ich gegen neue (hübsch in Weiss) ersetzt. Dazu noch ein anderer Dekor-Satz vom Werks-Team und natürlich ein Satz Supermoto-Räder.

Von dieser KTM heisst es aber auch, dass der Motor eine gewaltige Leistungskurve hat und niedertourig kaum zu fahren ist. Krachend laut ist dieser Töff selbst im ausgeschalteten Zustand.

Kurz und gut - diesen Töff habe ich
a) nicht beherrscht aufgrund der Motorcharakteristik
b) wegen dem Lärm kaum ausserhalb der Garage zu bewegen getraut
c) einem Freak mit all dem schönen Zubehör wieder verkauft

Das mag ein perfekter Töff sein - aber halt definitiv nicht für mich.

BMW R 1200 GS Adventure

BMW R 1200 GS Adventure

Nachdem meine dicke Berta auf der Spanien-Tour erlegt worden war, hat es etwas gedauert, bis ich wieder ans Töff-Fahren denken durfte.
Die gegnerische Versicherung hat mich aber für den Schaden und erlittene Schmerzen fair entschädigt.

Grad passend mit dem Erhalt des Schecks wurde die BMW R1200 GS Adventure angekündigt. Und es war keine Frage, dass ich diesen Töff haben musste. Aufgrund des spanischen Sponsorings habe ich die Maschine "Dolores" getauft - was nichts anderes als Schmerzen bedeutet.

Weh getan hat es mir auf Dolores aber immmer nur dann, wenn ich mit ihr nach einer langen schönen Tour wieder nach Hause Fahren musste. Und es waren wirklich viele Touren, auf denen mich Dolores begleitet hat.
Berta war eine perfekte Begleiterin - Dolores noch ein bisschen mehr. Eine Spur weniger gemütlich, etwas knackiger und ein noch besserer Tourer. Auch die 1200er hat sich in den Pyrenäen schnell zurecht gefunden und mich als Tourguide nie im Stich gelassen.

Discoveraroundworld

Dolores gehört inzwischen Alberto und Cristina. Ein spanisches (und leicht verrücktes) Pärchen, welches mit Dolores im Mai 2010 zu einer Weltumrundung gestartet ist.
Die beiden haben einfach mit dem Projekt los gelegt und haben es auch tatsächlich geschafft!

Alberto und Cristina rufen Dolores jetzt in der Kurzform "Lola". Sie hat es bestimmt gut bei den beiden und kann die schönsten Landschaften der Welt erkunden.

Die GS ist nicht schwer und unhandlich!

Wer meint so eine dicke BMW GS sei zu schwer und unhandlich, der kann sich auf Youtube vom Gegenteil überzeugen lassen. Mein Akzent ist nicht ganz so südländisch und im Gelände bin ich ganz sicher auch nicht so zackig unterwegs mit der GS. Dafür liebe ich meinen Körper und das Motorrad dann doch zu sehr...

Yamaha T-Max XP500

Yamaha T-Max XP 500

Für die Fahrt zur Arbeit hätte ich eigentlich einen persönlichen Bahnhof vor der Haustüre. Aber irgendwie verpasse ich den Zug halt immer, das scheint nichts für mich zu sein.

Mein dicker VW Bus wurde auf der kurzen Strecke kaum richtig warm.
Die grosse BMW war zu gross, die kleine immer ein wenig zu dreckig. Und weil es ohnehin grad so boomte musste ich sowieso auch einen Roller kaufen. Nun gibt es Roller, und solche die nur so tun als ob.

Die Yamaha T-Max XP500 ist ein teuflisch gutes Teil. Die Beschleunigung ist eine Wucht, das Fahrverhalten beinahe wie bei Motorrädern und die Bremsen sowieso. Schliesslich stammen sie aus dem Racer R1 und haben sogar ABS.

Mit meinem Mäxchen habe ich gerne und erfolgreich andere Motorräder gejagt. Gila ist sich aber irgendwie doof vorgekommen, wenn sie mit ihrer GS unterwegs war und ich mit Max. Tourentauglich ist die Yamaha aufgrund der Sitzposition auch nicht wirklich.

Zur Arbeit gefahren bin ich eher selten mit Max. Denn ich habe schon bald den VW Bus gegen ein extrem heisses, aber doch MINImalistisches Auto eingetauscht. Das macht halt noch mehr Spass. Deshalb habe ich Max ins Nachbardorf verkauft.

Triumph Bonneville T140E

Triumph Bonneville T140

Moderne Motorräder sind dermassen perfekt, dass es schon fast wieder langweilig werden kann. Irgendwie hat es doch auch seinen Reiz, wenn

- der Motor nicht anspringen will,
- dafür dann qualmt und stinkt
- es dauernd irgendwo irgendwie verdächtig klappert und vibriert,
und erst recht wenn man
- unterwegs einige Teile verliert
- beim Absteigen glücklich ist angekommen zu sein
- sich an purem Stahl und übersichtlicher Mechanik in perfekten Formen nicht satt sehen kann.

Auf der Suche nach all diesen Eigenschaften bin ich im Herbst 2010 auf eine frisch aufgebaute Triumph Bonneville T140E gestossen.
In meinen Augen hat sie den schönsten Motor der Welt und verfügt ausserdem über richtig viel Geschichte. Vor dreissig Jahren war die Triumph Bonneville T140 schon ein völlig veraltetes Modell.

Aufgrund der (Haar-)Farbe und dem Umstand, dass sie so gezickt hat wie die Freundin von Robin Hood, habe ich meine Bonnie kurzerhand "Lady Marianne" getauft.
Gefahren bin ich mit ihr viel zu wenig, dafür war sie mir irgendwie zu schade. Für ein Museum fehlt mir aber der Platz. Ich habe sie deshalb im Oktober 2012 gegen eine neue Bonneville T100 eingetauscht.

Die ist lange nicht so schön, wird es aber über den Winter bestimmt werden. Denn das wird mein erstes Customizing-Projekt.